florian kurz dipl.ing(fh)
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florian kurz / ebenreuther strasse 22 / 90482 nürnberg ©
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Lebenslauf
geboren am / in
19.  August  1962
Herrsching / Wartaweil a. Ammersee
aufgewachsen
Herrsching / Widdersberg
Familienstand
verheiratet; 3 Kinder
Schule
von 1968 bis 1982
Abschluss: Fachhochschulreife
Handwerk
Schreiner - Ausbildung
von 1982 - 1985
Forstinning / Schreinerei Werner Boger
Abschluß
Gesellenbrief
Die Schreinerei Werner Boger war eine kleine Schreinerei, in der handwerkliche Möbel nach dem damaligen Geschmack hergestellt wurden. Viele der Möbel und Einbauten wurden in der seiner zeit üblichen Manie in "Eiche rustikal P43" hergestellt. Eine Form der Holzverarbeitung, die "optisch" nicht mehr sehr aktuell ist, aber deren Ausläufer noch immer zu beobachten sind. Die zwanghafte Angewohnheit Materialien mit "modischen" Farben und Trallala zu Verunstalten ist immer noch im Zeitgeist verhaftet und wird m.E. nicht so schnell aussterben. Nicht nur die Farbigkeit, sondern auch die Schaffung von Ambiente in dem man irgendwelche "Stile" imitativ nachzuäffen versucht.

Während dieser Lehrzeit wurden mir die Grundlagen der Ansichten- und Schnittzeichnungen und weitere notwendige Fähigkeiten beigebracht. Der Umgang mit Massivholz und dessen sinnvollen Einsatz und die sparsame Nutzung, der Gebrauch der notwendigen Werkzeuge, dessen Pflege, etc. Furnierte Einfachmöbel, Holzdecken, Massivmöbel, exclusive Kücheneinrichtungen, Eckbänke und weitere Lösungen wurden in der Zeit gefertigt. Gedrechselte Holzteile wurden wie geschnitzte Arbeiten auch in dieser kleinen handwerklichen Schreinerei angefertigt.

Schon in dieser Zeit machte ich mir so meine eigenen Entwürfe und kleine überschaubare Arbeiten in Massivholz und Furniertechnik. Kleine Fußschemel, Schreibtischaufsätze, Regale, Betten und einen Spiele - Tisch an dem neben einer Abwandlung von einfachen "Mensch ärgere …","Backgammon" und Schach gespielt werden konnte.

Nach der für mich interessanten und umfassenden Ausbildung versuchte ich einen Teil meiner Gesellenzeit im Ausland zu verbringen, und erhielt glücklicher weise ein Stipendium als Praktikant der CDG (Carl - Duisberg Gesellschaft) für ein halbes Jahr in Japan zu arbeiten.

Ausland
Praktikant der CDG
von 1985 - 1986
Schreinerei - Minatoya Tategu Ten / Ookawa Shi / Fukuoka Ken / Japan
Abschluß
Zertifikat
In dieser Schreinerei wurden unter Führung des Meisters Nobuo Shiki, der in der 13. Generation die Handwerkskunst seiner Urahnen übernommen hatte, die unterschiedlichsten Werkstücke gefertigt.

Die Hauptaufgaben erstreckten sich auf die Herstellung von Tategus. Unter Tategus versteht man die in den japanischen Häusern verwendeten Schiebetüren.

Wie zum Beispiel die Fusuma: Eine Schiebetürart deren Gerüst vollständig mit dickerem Papieren überzogen ist. Dieses Papier kann tapetenähnlichen Charakter haben aber auch individuelle und künstlerische Bemalungen oder anderwärtige Ausgestaltungen aufweisen. Die seitlichen, sowie die oben und unten angebrachten Rahmenteile sind für die Führung und dem Schutz der Fusuma - Türe angebracht.

Als weiteres Feld der Tategu - Schreinerei sind die Shoji  oder Shoin - Elemente zu sehen, die bei Minatoya in höchster handwerklicher Kunst hergestellt wurden und werden. Diese handwerklichen Spitzenleistungen haben nicht viel mit den hier in Europa oder Deutschland vertriebenen und "abgekupferten" Schein- oder "Low-Cost" - Shojis gemein, die hier im Zuge der "Japanmania" und dem ostasiatischen "feng - shui - Rumgetue" verramscht werden und die man natürlich auch "do it yourself" - mäßig selber machen kann. ("Ach ist das alles einfach" - "Wie kann denn so ein Handwerkszeug doch sooo teuer sein??")

Die  Shoji - Elemente, die in diesem Betrieb hergestellt wurden, sind eine Ausprägung langjähriger, hartnäckiger und ausgefeilter Technik, die nichts mit 0815 zu tun haben. Präzisionsarbeiten im zehntel Millimeterbereich auf Längen von ca. 2 Metern und Breiten von ca. 1 Meter. Wohlgemerkt: aus dem Material Holz!!

Die jährlichen Ausstellungen, die mit diesen Höchstleistungen bestückt werden, sind in japanischen Fachkreisen ein "Highlight". Hier werden die besten Arbeiten von ausgewählten Juroren prämiert. Die "Schreinerei" Minatoya hat sich hier einige Auszeichnungen in unterschiedlichen Jahren erarbeiten können.

Neben diesen Elementen wurden damals auch Deckenverkleidungen, Innen- und Außentüren aber auch Möbel und Gegenstände für die Ausrichtung von Teezeremonien gefertigt.

Da mein Stipendium um weitere 6 Monate verlängert wurde, war es mir möglich weitere Zeit innerhalb der Schreinerei zu leben und  zu arbeiten, wobei mir auch noch etwas Zeit blieb eigene kleine Werkstücke innerhalb der Werkstatt zu vollenden.

Beschäftigung
Gesellenzeit
von 1986 - 1990
Schreinerei - Walter Bader / Gauting bei München
Nach dem Jahr in Japan war ich bei weiteren Schreinereien beschäftigt, von denen ich hier nur die Schreinerei Walter Bader in Gauting nennen will, da sie mir eine weitere Beschäftigung auf einem hohen Niveau ermöglicht hat.

Neben aufwändigen Kücheneinbauten und weiteren hochwertigen Ausstattungen in Innenbereichen wurden in diesem Betrieb vor allem die schnelle, saubere und den Kunden zufrieden stellende Arbeit gefordert, da das Klientel sich in den „besseren Kreisen“ zu Hause fühlte.

Ausbauten für namhafte Kunden im Raum München und Starnberg / Gauting. Treppenanlagen in Privathäusern, gesamte Herstellung von diversen Türen mit Rahmen und Türblättern für einen Kunden im europäischen Ausland; eine voluminöse und extravagante Theke in einem Barbereich eines Hotels im Herzen von München unter der Verwendung von Nussbaum Wurzelmaser Furnier mit heißem Knochenleim per Hand aufgebracht; sowie die umfangreiche Ausstattung von über hundert Zimmern eines großen Münchner Hotels; etc

Studium
Architektur
von 1990 - 1995
Fachhochschule Nürnberg
Abschluß
Diplom
Hier wurden mir das Berufsbild des Architekten vermittelt und dessen Qualifikationen dargebracht, die für das weitere Leben als „Ausüber“ dieses Berufes von Nöten sind.

Während des Studiums konnte ich auch während der so genannten "Praktischen Studiensemester" mein handwerklich geprägtes "knowhow" etwas erweitern, in dem mir die Gelegenheit bot bei der Firma LUX in Roth im Bereich der Zimmerei/ Ingenieurmäßiger Holzbau mein Wissen zu vertiefen.

Im zweiten praktischen Semester kam ich im namhaften Architekturbüro "Grabow und Hofmann" unter. Dort war ich im Bereich der Flughafenumbauten die "linke Hand" des ortsansässigen Bauleiters und konnte hier schon die raue Wirklichkeitsluft der real existierenden Architekten schnuppern.

Als weiteres Standbein meine Kenntnisse zu vertiefen, arbeitete ich neben dem Studium im Architekturbüro Reindl+Team als "Freier Mitarbeiter" und nahm auch kleine Aufträge in meinem kleinen "Planungsbüro"an, dass ich im Jahr 1993 gründete, um schon vor dem Abschluss einige Erfahrungen zu sammeln und mit evtl. Kunden in Kontakt zu kommen.

Beruf
Planungsbüro Florian Kurz
ab 1993
Freier Mitarbeiter
ab 1995
Nürnberg
Kammereitragung
Mai 1998
Berufsbezeichnung: Architekt; freischaffend;
Mitgliedsnummer: 175 173 / Bayerische Architektenkammer
Ab dem Jahr 1995 konnte ich als "Freier Mitarbeiter" im Architekturbüro Vural Çokbudak in Nürnberg arbeiten.

Die ersten Aufgaben waren im Bereich einer Werk- und Detailplanung für eine große Klinikanlage mit Badeanlagen in den neuen Bundesländern.

Als Haus- und Hofarchitekt der Obermain - Therme in Bad Staffelstein wurden in diesem Büro mehrere Arbeiten im Bereich dieser Obermain - Therme bearbeitet.

Die Erweiterung des Kurmittelhauses, ein Neubau einer Thermalsole - Entsorgungsanlage, eine Saunalandschaft - Erweiterung und Arbeiten im Kurparkbereich wie ein Eingangspavillon, die zwei interessanten Gradierwerke und eine Seebühne waren die vorzuhebenden Ausarbeitungen, die in diesem Büro hierzu erstellt wurden.

Ein weiterer Großbau, an dem Werk- und Detailplanungen anzufertigen waren, war die Sanierung des Kurbades in Bad Königshofen. Hier wurden neben notwendigen Sanierungsarbeiten auch teilweise Neuplanungen vom Mutter - Kind Bereich und der Saunaerweiterung bearbeitet.

Während der gesamten vergangenen Zeit konnte ich auch andere Projekte in meinem "Planungsbüro" bearbeiten, die sehr interessante Aspekte und Bauaufgaben darstellten.

weiteres, geändertes
Nach den Jahren der intensiven Arbeit mit den herkömmlichen Arbeitsweisen und den dazu gehörenden Problemen im Bereich Verhältnis: Architekt - Bauherr und vor allem im Bereich „Dichtung und Wahrheit" von Baustoffen und Fachleuten, intensivierte ich mein Interesse und meinen Arbeitsschwerpunkt auf einfachere Arbeitsweisen auf dem Baubereich, die immer einhand gehen mit der Nachhaltigkeit und der handwerklichen Qualität.

Anstatt von hoch technioden Baustoffen verstärkte sich mein Interesse und meine eigene Bearbeitung an einfacheren Baumaterialien und Bauweisen, die sehr wohl komplexe Zusammenhänge untereinander eingehen, die aber immer grundlegenden Gesetzmäßigkeiten folgen müssen. Diese Tatsachen werden unter anderem bei moderneren Baumaterialien oft durch „Vielfarbigkeit“ oder durch gigantischen Werbeaufwand kompensiert.

Werbung alleine genügt nicht. Die Realitäten kann man mit offenen Augen an den meisten Objekten der letzten Jahre beobachten; und manches Mal als „Kleingedrucktes“ in Fach- und anderen Zeitschriften lesen.

Weitere Ausführungen auch unter: Projekte und Philosophie dieser Website!
Qualifikationen
Monat-Jahr
Gesellenbrief der Industrie- und Handelskammer / München
Zeugnis der Schreinerei Boger
Zertifikat Minatoya Tategu Ten Japan
Zertifikat der CDG - Praktikum Japan
Zeugnis der Schreinerei Bader
Diplomzeugnis der FH-Nürnberg
02-95
Diplomurkunde
02-95
Eintragung Architektenliste
Nr.: 175 173
05-98
Vorbeugender Brandschutz
Art. 68 Abs. 7 Satz 3 Nr. 2 BayBO
04-99
Standsicherheit
Art. 68 Abs. 7 Satz 2 Nr. 1 BayBO
10-99
Seminar
Sachverständiger an Gebäuden
10-00
Seminar
Rechtsgrundlagen/Kommunalpolitik
02-01
Seminar
Solares Bauen im Bestand
04-01
Seminar
EnEV 2002
03-02

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